Teleskop - Aufbau und Unterschiede

Die Beobachtung des Sternenhimmels ist ein sehr beliebtes Freizeitvergnügen. Neben dem Wissen über den Sternenhimmel und die Himmelsmechanik ist ein gutes Teleskop die Grundvoraussetzung für dieses nächtliche Vergnügen. Zur Himmelsbeobachtung können Linsen- oder Spiegelteleskope genutzt werden. Beide Arten haben einen unterschiedlichen Aufbau und daraus folgende Vor- und Nachteile. Diese werden im Anschluss aufgezeigt, so dass jeder für sich das perfekte Teleskop findet.

Aufbau des Linsen-Teleskops

Das Linsenteleskop wird auch Refraktor oder Linsenfernrohr genannt. In einem Tubus, der Hülle des Teleskops, befinden sich alle Bauteile. Diese Bauteile sind Linsen und Prismen.

Auf der Seite, wo das Licht einfällt, liegt die Objektivlinse. Sie sammelt das Licht und bündelt es im Brennpunkt. Bei einem Refraktor entspricht die Tubuslänge ungefähr der Brennweite des Objektivs. Nach dem Brennpunkt befindet sich ein Prisma, welches das Licht umleitet. So wird das Licht am anderen Ende des Tubus über das Okular wieder ausgegeben. Im Okular wird das entstehende Bild vergrößert

Planeten

Verschiedene Bauformen des Linsenteleskops

Bei Linsenteleskope gibt es verschiedenen Bauformen. Diese unterscheiden sich an der Anzahl der eingebauten Linsen. Ein Chromat besitzt eine Linse. Die Abbildungsqualität ist bei einem Chromat sehr schlecht, da das Licht unterschiedlich gebrochen wird. So haben die Farben keinen gemeinsamen Brennpunkt. Linsenteleskope mit 2 Linsen werden Achromat genannt.

Hier wird der Fehler der Lichtbrechung durch die zweite Linse, die anders geschliffen ist, verbessert. Die besten Linsenteleskope besitzen 3 Linsen und werden als Apochromat bezeichnet. Die dritte Linse vereint die Brennpunkte des Lichtes.  Es gibt auch Refraktoren mit 2 Linsen, die zischen den Achromaten und Apochromaten einzuordnen sind.

Vor- und Nachteile Linsenteleskop

Ein Linsenteleskop besitzt sehr viele Vorteile. Durch seine einfache Handhabung und leichte Pflege und Reinigung ist es sehr einsteigerfreundlich. Auch muss ein Refraktor vor der Nutzung nicht justiert werden. In einem Linsenteleskop tritt keine Reflektion auf und es sind schon gute Geräte zu einem günstigen Preis erhältlich.

Es gibt auch einige Nachteile bei Refraktoren. Diese Teleskope werden unhandlich, da größere Teleskope große Glaslinsen besitzen, die ein hohes Gewicht aufweisen. Die Geräte, die sehr gut sind, sind auch sehr teuer. Dazu zählen die Apochromaten.

Aufbau des Spiegelteleskops

Das Spiegelteleskop wird auch Reflektor genannt. Es besitzt zwei zentrale Bauteile, den Hauptspiegel (Primärspiegel) und den Fangspiegel (Sekundärspiegel). Die Spiegel befinden sich im Tubus. Der parabolisch geformte Hauptspiegel bündelt das einfallende Licht und spiegelt es zum Fangspiegel. Diese Sekundärspiegel lenkt das Licht ab. Hierbei wird es entweder zur Seite abgelenkt oder durch eine Bohrung im Hauptspiegel hinter der sich das Okular befindet.

Die sich im Spiegelteleskop befindlichen Spiegel müssen nicht konventionell sein, sondern können auch flüssig sein oder aus Quecksilber bestehen.

Ein weiterer Bestandteil dieser Teleskopart sind Streublenden. Sie dienen der Bildverbesserung.

Verschiedene Bauformen des Spiegelteleskops

Spiegelteleskope gibt es in unterschiedlicher Bauweise, wobei die Art der Lichtreflektion und die Ausgabe unterschiedlich sind. Das bekannteste Spiegelteleskop ist das Newton Teleskop. In diesem Teleskop ist Primärspiegel am Ende der Rohrkonstruktion montiert. Dieser wirft das einfallende Licht zurück und bündelt das Licht. Ein ebener Hilfsspiegel, der vor dem Brennpunkt zu finden ist, lenkt das Licht aus dem Tubus heraus. Weitere oft genutzte Reflektoren sind das Cassegrain Teleskop und das Schmidt Teleskop. Neben diesen Einspiegel-Varianten gibt es auch Zweispiegel-Varianten. Zu diesen gehören das Schmidt-Cassegrain-Teleskop und das Schmidt-Newton-Teleskop.

Vor- und Nachteile des Spiegelteleskops

Spiegelteleskope sind sehr einfach zu handhaben und es gibt Teleskope mit großen Öffnungen für wenig Geld. Da bei einigen Teleskopen, wie bei Cassegrain, die Länge des Gerätes kürzer als die effektive Brennweite ist, sind die Teleskope nicht sehr groß. Ein weiterer Vorteil ist die chromatische Aberration. Es tritt kein Farbfehler auf.

Ein großer Nachteil bei diesen Geräten ist das Einrichten. Die Spiegel müssen regelmäßig justiert werden. In Spiegelteleskopen tritt eine Obstruktion auf. Die ist die Verringerung der Helligkeit durch den Fangspiegel.

Unterschiede zwischen Linsen- und Spiegelteleskop

Der größte Unterschied zwischen diesen Teleskoparten ist ihr Aufbau. Bei einem Linsenteleskop sind Linsen im Strahlengang montiert, bei einem Spiegelteleskop dagegen Spiegel. Es müssen bei einem Spiegelteleskop sehr große Öffnungen genutzt werden, um ein gleichwertiges Bild zu dem Linsenteleskop zu erhalten.

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