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Jupitermond Kallisto

Kallisto

der Kraterreichste Mond

Kallisto

Der mit 4821 Kilometern Durchmesser ca. Merkur-große Mond Kallisto ist der vierte Trabant des Jupiter. Ihr – denn Kallisto ist weiblich – Name stammt von einer Nymphe in der griechischen Mythologie. Sie ist Teil der Galileischen Monde. Entdeckt wurde sie also im Jahr 1610 als einer der ersten nicht um die Erde kreisenden Monde durch Galileo Galilei.

Umlaufbahn

Der Mond umrundet Jupiter im Abstand von ca. 1,9 Millionen Kilometern. Ein Umlauf dauert dabei in etwa 16 Tage und 16 Stunden. Die Bahn ist geringfügig von Kallistos inneren Nachbarn Ganymed beeinflusst. Die beiden befinden sich in einer 3:7-Resonanz. Auf drei Umläufe Kallistos kommen also genau sieben Umläufe von Ganymed. Da Ganymed deutlich schwerer, seine Umlaufbahn aber um 800.000 Kilometer kleiner ist, ist die Bahn von Kallisto leicht exzentrisch.

Beschaffenheit

Kallistos Oberfläche ist sehr dunkel im Vergleich zu den anderen Galileischen Monden. Sie besitzt die zweithöchste bekannte Dichte an Kratern und die meisten Krater. Es gibt nur wenige ringförmige Erhebungen und keine Gebirge. Das heißt, Kallistos Oberfläche muss zum Großteil aus Wassereis bestehen. Deswegen werden jegliche Hügel mit der Zeit eingeebnet. Es gibt keine Zeichen für geologische Aktivität auf dem Mond. Das größte bekannte Becken Kallistos heißt Valhalla. Es ist 600 Kilometer groß. Umgeben ist es von bis zu 3000 Kilometern großen Ringen.

Kallistos Kruste ist reich an Wassereis. Sie ist 200 Kilometer dick. Darunter befindet sich vielleicht ein Ozean aus Salzwasser. Im Inneren steigt der Anteil an Gestein, während das Wassereis immer weniger vorhanden ist.

Kallisto Oberfläche

Mit freundlicher Genehmigung der NASA / JPL-Caltech

Kallisto's Atmosphäre und Magnetfeld

Der Mond besitzt eine sehr dünne Atmosphäre. Sie besteht zum Großteil aus Kohlendioxid. Im Schnitt ist es -139 °C kalt.

Dank dem Orbiter Galileo konnte ein sehr schwaches Magnetfeld bei Kallisto gemessen werden. Das ist – anders als bei Ganymed – nicht auf einen festen Kern zurückzuführen, dafür ist es zu schwach. Deswegen wird ein Ozean im Inneren des Mondes vermutet.

Erkundung

Erste Bilder wurden durch Pioneer 10 und 11 gemacht. Voyager 1 und 2 konnten den Mond erstmals genauer beobachten. Der Orbiter Galileo nahm ab 1995 die meisten Daten über Kallisto auf, welche heute zur Verfügung stehen. Für 2020 ist eine neue Mission geplant.

Mit freundlicher Genehmigung der NASA / JPL-Caltech

Die Foto Aufnahmen auf dieser Seite stammen von der NASA. (Courtesy NASA/JBL-Caltech)